Pimp My Notebook: Thinkpad T420 mit Crucial M4 SSD aufgerüstet

Pimp My Notebook: Thinkpad T420 mit Crucial M4 SSD aufgerüstet

An diesem Wochenende habe ich mir mal die Arbeit gemacht mein Thinkpad T420 mit einer SSD (Solid State Disk) auszustatten. Warum? Eine SSD soll einen Rechner nochmals Sinnvoll verbessern, da SSD’s nicht Erschütterungsempfindlich sind, eine herkömmliche Fetsplatte hingegen schon. Außerdem ist die Lese-Geschwindigkeit einer SSD um ein vielfaches höher als bei einer Festplatte. Eine SSD hat außerdem eine geringere Energieaufnahme. Dadurch sollte also eine höhere Akkulaufzeit möglich sein. SSD’s sind außerdem absolut Geräuschlos. Ein weiterer Vorteil gegenüber von Festplatten.

Crucial M4 SSD mit 256Gbyte Originalverpackt (Autor: Nico Becker, Lizenz: CC by-sa)

Lange wusste ich nicht, welche SSD die richtige ist. Im Grunde genommen gibt es aktuell nur zwei Alternativen auf dem Markt. Die Crucial M4 und die Samsung 830 SSD.  Ich habe verschiedene Vergleichstest und Benchmarks im Internet gesichtet. In vielen wird die Crucial als die bessere Variante für Notebooks empfohlen. Daher habe ich mich auch für die M4 entschieden. Die 256 Gbyte sollte für ein Office-Notebook ausreichend sein. Die Variante mit 9,5mm Bauhöhe war mit dem Thinkpad kompatibel, also habe ich diese bestellt.

Bisher war das Notebook mit einer 500 Gbyte HDD bestückt. Windows 7 Professional war als Betriebssystem inkl. sämtlichen ThinkVantage Schrott von Lenovo vorinstalliert. Da mich dies schon immer extrem gestört hat und alle meine Daten wie Musik, Fotos und Dokumente auf einem NAS in meinem Heimnetzwerk stehen, habe ich keine Daten umziehen oder sichern müssen. Mit Hilfe von dem Thinkwiki und dem deutschen Thinkpad-Forum habe ich alle Infos gesammelt, die ich für einen Umbau brauchte.

Kurze Einbauanleitung:

Was wird für einen Umbau alles benötigt?

  • das Thinkpad, was umgerüstet werden muss
  • die SSD
  • passender Schraubendreher (Feinmechaniker Schraubendreher-Set ist empfehlenswert)
  • eine ruhige Hand

So müsst ihr den Wechsel durchführen:

Thinkpad von unten (Autor: Nico Becker, Lizenz: CC by-sa)

Für den Umbau legt ihr das Thinkpad als erstes auf den Deckel vor euch hin. Auf der rechten unteren Seite habt ihr eine Klappe die von einer Schraube befestigt ist. Diese Schraube müsst ihr lösen und die Klappe öffnen. An einer Lasche lässt sich die Festplatte aus dem SATA-Port und dem Gehäuse lösen. Die Festplatte ist in zwei Gummi-“Schienen” geschützt. Diese und auch den Rahmen müsst ihr von der Festplatte lösen. Der Rahmen ist mit 4 kleinen Schrauben an der Festplatte befestigt.
Anschließend schraubt ihr die SSD in den Rahmen (genau wie es die Festplatte vorher war). Die Gummi-Schienen befestigt  ihr am besten auch an der SSD. Beim reinschieben der SSD in das Gehäuse vom Thinkpad solltet ihr darauf achten, dass die SATA Anschlüsse richtig sind.
Am Ende befestigt ihr die Klappe und die Schraube von der Festplatten-Öffnung am Thinkpad. Wenn das alles passt, dann könnt ihr das Thinkpad wieder einschalten.

Ich habe nach dem erfolgreichen Umbau direkt Windows 7 Professional auf der SSD installiert. Ich glaube ich brauchte für die reine Basis-Installation etwa 15 Minuten. Anschließend nochmal 2 Stunden für das zusammensuchen und installieren von allen aktuellen Treibern und das gute Stück war Einsatzbereit.

Windowsinstallation (Autor: Nico Becker, Lizenz: CC by-sa)

Mein kurzes Fazit nach 24h Thinkpad-Nutzung mit der Crucial M4 SSD an Bord:
Das Windows startet äußerst schnell, genauso wie die einzelnen Anwendungen auf dem Rechner. Die Arbeit läuft einfach flüssiger. Das Thinkpad ist im normalen Office-Betrieb nicht mehr hörbar. Meiner Meinung ist eine SSD das derzeit sinnvollste Upgrade eines Rechners, wenn RAM und CPU schon passen. Was tue ich Hauptsächlich auf dem Thinkpad: Office, Programmieren, E-Mail, Bilder bearbeiten und Musik hören. Ich spiele nicht unbedingt mit dem T420.

Im nächsten Schritt werde ich evtl. mit Hilfe eines Ultrabay-Festplatten-Adapters die 500 Gbyte Platte als Datengrab wieder in das Notebook integrieren. Auf das DVD-Laufwerk kann ich allerdings verzichten.

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