Testbericht: FIFA 13 - EA's neue Fußballsimulation im Test

Testbericht: FIFA 13 – EA’s neue Fußballsimulation im Test

Ich hatte nun heute endlich das Vergnügen FIFA 13 ausführlich testen zu dürfen. Einmal auf der Xbox 360 von Microsoft und zum anderen auf Sonys Playstation Vita. Wegen eines Fehlers in FIFA 13 konnte ich beide Spiele bisher nur im Karrieremodus testen, weil die Version für die Xbox bisher keine Online-Verbindung zu lässt.

FIFA 13 Cover (Urheber EA Sports)

Sobald die Konsole mit dem Internet verbunden ist, stürzt diese im Hauptmenü von FIFA 13 ab. Im Internet berichten User der Playstation 3 ein ähnliches Fehlerbild. EA Sports arbeitet angeblich bereits an einer Lösung für das Problem. Als Workaround habe ich vorläufig das LAN-Kabel der Xbox entfernt.

Zur Xbox 360 und vermutlich auch der Playstation 3 Version:
Was hat sich seit FIFA 12 alles getan. FIFA 12 war gegenüber der 11er Version ein Meilenstein. Das Spiel war der Wahnsinn. Die neue Player Impact Engine war einfach revolutionär, wenn auch etwas buggy. EA Sports hat die Player Impact Engine noch weiter verbessert. Außerdem ist es jetzt wichtig wie ein Ball von einem Spieler auf dem Rasen angenommen wird. Technisch weniger veranlagten Spielern verspringt der Ball beispielsweise viel öfter als einem Messi oder einem Kroos. Auch die Haltung zum Ball ist relevant für die Annahme. Das macht wirklich Spaß und wirkt vor allem plötzlich viel realistischer. Bälle verspringen, Vertreidiger schubsen im Zweikampf den Stürmer um – alles fast wie auf dem echten Fußballplatz. Im Karrieremodus ist es nun auch möglich Nationaltrainer eines Landes zu werden. Im neuen Managermodus könnt ihr außerdem euren Vorstand um Geld fragen, wenn euer Konto leer ist. Als Gegenleistung müsst ihr dann ein besseres Ergebnis in der Saison erzielen. Das ganze Transfersystem wurde vollständig überarbeitet, so sind Verhandlungen viel besser möglich. Wenn ein anderer Verein einen eurer Spieler kaufen will, dann hatte man früher nur die Wahl das Angebot anzunehmen oder abzulehnen. In FIFA 13 könnt ihr auch Gegenangebote vorlegen oder Spieler tauschen. Auch könnt ihr bei Vereinen anfragen, ob ein Spieler aktuell verfügbar ist, ohne ein Angebot zu unterbreiten. Diese Funktion ist sehr praktisch, weil ihr hier teilweise erfahrt, dass ein Verein einen Spieler auch unter Marktwert ziehen lässt. So könnt ihr noch Geld sparen.
Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die Spielerentwicklung. In den Vorgängern war es immer sehr schwierig einen Spieler effektiv zu entwickeln, auch wenn er jung war, bekam er pro Saison maximal 2 Punkte in der Gesamtwertung. Nun ist es so, dass das deutlich verbessert wurde. Beispielsweise erhielt der Spieler Adryan (17 Jahre und GES von 73) bereits nach wenigen Spielen auf 76. Natürlich ist dies abhängig davon wie gut der Spieler die Spiele absolviert.
Insgesamt wirkt der ganze Karrieremodus nicht mehr so steril wie in den Vorgängerversionen. Ein Ersatz zum Fußball Manager ist FIFA 13 allerdings nicht. Am 01.10.2012 startete dann auch endlich die Virtuelle Bundesliga. In diesem Modus werden reale Ereignisse, also Verletzungen, Formschwankungen und Transfergerüchte, in FIFA 13 integriert. Aufgrund des oben beschriebenen Internetproblems konnte ich diese Funktion leider noch nicht testen.

Zur Playstation Vita Version:
Auf der Playstation Vita wurden sämtliche Lizenzen aktualisiert. Technisch ist das Spiel identisch mit FIFA Football, welches technisch auf FIFA 11 und Lizenz-Mäßig auf FIFA 12 basierte. Das soll das Spiel aber in keinster Weise abwerten. Einen Negativpunkt muss ich aber nennen. Im “Spieler kaufen”-Menü merkt sich FIFA nicht die letzten Suchfilter. Auf der Xbox 360 ist es so, dass ich eine Suche durchführe und wenn ich merke, dass ich mein Budget-Einstellungen ändern muss, dann kann ich meine Suche später mit den alten Such-Filtern vornehmen. Das funktioniert leider auf der PS-Vita Version nicht. Sehr unschön. Das Problem gab es allerdings bereits bei der FIFA Football Version für PS Vita.

Darüber hinaus wurden natürlich wieder alle aktuellen Ligen, Vereine und Spieler integriert.

Fazit:
Lohnt sich der Kauf von FIFA 13? Definitiv JA. Lohnt er sich auch, wenn ich schon FIFA 12 besitze? Es kommt drauf an. Wenn ihr Gelegenheits-Fußball-Spieler seid die nicht so viel Wert auf aktuelle Lizenzen geben, dann vielleicht. Ansonsten besteht absolute Kaufpflicht. Das flüssige Spiel und die Player Impact Engine sind der absolute Hammer und machen einen Riesen-Spaß. Der Karriere-Modus in dem man jetzt auch Nationalmannschaften Managen kann ist wie immer toll und bietet jede Menge Langzeitspaß. Zwischen den Spielen müssen nun kleine Übungen in Form von Minispielen absolviert werden (z.B. Elfmeterschießen, Flanken, Lupfen, Passen usw.). Hier könnt ihr verschiedene Level erreichen. Die PS Vita Version bietet leider noch nicht alle Vorteile, welche auf den Next-Gen-Konsolen bereits verfügbar sind. Daher ist ein Kauf hier nur eingeschränkt zu empfehlen.

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